1. Von markergestützter Selektion zu genomischer Selektion in der Pflanzenzüchtung
Die rasante Entwicklung im Bereich der molekularen Marker hat dazu geführt, dass immer mehr Zuchtprogramme die Anwendung molekularer Marker in die Sortenentwicklung integriert haben. Beispielsweise werden molekulare Marker für die Selektion auf Qualität oder Resistenz eingesetzt. Die Entwicklung besserer Marker, im Idealfall perfekter Marker, für die erwünschten Allele stellt jedoch immer noch eine Herausforderung dar. Daher ist die genaue Kartierung und Klonierung von züchterisch wichtigen Genen für die Züchtung von hoher Relevanz.
Neue Methoden der Hochdurchsatz-Genotypisierung sowie präzise Phänotypisierung erlauben einen noch tieferen Blick in den Genotyp. Methoden der genomischen Selektion mithilfe umfangreicher Markerdaten sind daher in Reichweite gerückt und werden inzwischen beispielsweise in der Rinderzucht zur Zuchtwertschätzung benutzt. Die Anwendung von Methoden der genomischen Selektion in der Pflanzenzüchtung scheint ebenfalls interessante Perspektiven zu eröffnen.
2. Wheat Stress und Robust Wheat
Im Rahmen der Gumpenstein-Tagung wird auch das Jahrestreffen der im CORNET WHEAT STRESS Projekt beteiligten Gruppen stattfinden. Erste Ergebnisse des Projektes werden den Tagungsteilnehmern präsentiert. Ergänzende Vorträge zum Thema abiotischer Stress bei Weizen werden bei Relevanz akzeptiert um einen homogenen Block an Vorträgen zu dieser Thematik anbieten zu können.